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PARTISANS

Idiot Nation

Die Älteren unter uns erinnern sich: Um die Jahrtausendwende herum gab es –war es der RANCID-Effekt? – auch in Schweden so ein gewisses UK-Punk-Revival, siehe VOICE OF A GENERATION und BOMBSHELL ROCKS. Und dann waren da auch noch die 1978 in Wales, UK gegründeten PARTISANS, die zwar zwei Punk-Generationen älter waren als die Jungspunde, mit ihrem Comeback-Album „Idiot Nation“ aber genau in diese Kerbe schlugen und damit auch in den USA reüssieren konnten, wo damals die US BOMBS noch Maßstäbe setzten. Ursprünglich waren sie von 1978 bis 1984 aktiv gewesen, auf „Carry On Oi!“ zu hören, und Sänger und Gitarrist Rob „Spike“ Harrington und Gitarrist Andy Lealand wollten es ab Ende der 1990er wieder wissen. Im Juni 2003 spielten sie im schwedischen Vanersborg mit den Neuzugängen Magnus Neundorff (bs) und Mikael „Gustav“ Gustavsson (dr) und mit Hilfe von Per Stalberg (DIVISION OF LAURA LEE) „Idiot Nation“ ein, das 2004 in Los Angeles auf Dr. Strange Records erschien. Caps von CHARGE 69 und Combat Rock Records offenbart nun in seinem wie immer handschriftlichen Begleitbrief zu dieser 2024er Neuauflage, warum es dazu kam: „One of my all time favorite records“ schreibt er, damals habe das Album vertriebsbedingt nicht die Verbreitung erfahren, die es verdient hatte, und Caps holt noch zu einem Superlativ aus. Die Platte, die zum Rerelease neues Artwork spendiert bekommen hat, sei „close to perfection“ und hätte das Album sein können, das THE CLASH vielleicht gemacht hätten, seien sie nicht Richtung „world music“ abgebogen. Nun, mit Musik, mit Bands, mit Platten ist das immer eine höchst individuelle Sache, und ich kann Caps’ Begeisterung ansatzweise nachempfinden, so geht es mir etwa mit dem „(America’s) Dirty Little Secret“-Album von SCHLEPROCK. „Idiot Nation“ ist eine Herzensangelegenheit und begeistert in der Tat auf sonnengelbem Vinyl mit einem Sound, den RANCID seitdem mehrfach reproduziert haben. Entdecken! Was die PARTISANS heute machen ...? Keine Ahnung.

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