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IDLE HEIRS

Life Is Violence

Die Melodien auf diesem Debüt haben nicht die Aufgabe, die Stimmung aufzuhellen. „Life Is Violence“ bleibt düster, auch wenn mal kaum etwas zu hören ist als Gesang und folkige Akkorde. Solche Passagen werden (natürlich) durch brachiale Riffs aufgelöst, wie man es etwa von RUSSIAN CIRCLES kennt, nur wird hier auch gesungen. IDLE HEIRS sind die neue Band von Sean Ingram, der hier aber oft anders klingt als mit seiner Mathcore-Band COALESCE. Die tritt heute nur noch selten in Erscheinung, etwa beim letztjährigen Furnace Fest. Für IDLE HEIRS erarbeitete sich Ingram eine Gesangsstimme, diese Musik brauchte neue Ausdrucksformen. In den brachialen Parts, mit den lauten Drumbeats, den flirrenden Gitarren und diesem leidenden Gebrüll sind wir dann aber fast wieder bei COALESCE. Nur sind IDLE HEIRS nie so vertrackt wie die oder so verkopft wie viele Post-Metal-Kollegen, und selbst in den traumhaftesten Sequenzen nicht so entrückt wie die vergleichbaren ENVY. Ingram setzt sich hier mit dem Verhältnis zu seinem Vater auseinander – und infolgedessen auch damit, was er selbst den eigenen Kindern mitgibt. Besonders positiv scheinen für ihn, so klingt es, weder Rückblick noch Prognose auszufallen. Ohne ein festes Bandgefüge zu haben, schrieb Ingram die Songs mit seinem Freund Josh Barber, den man auch als Produzenten (NORMA JEAN, THE DEVIL WEARS PRADA) kennt. Es lohnt sich, den beiden zuzuhören.

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