IDLE HEIRS

Foto© by Chadwick Christopher

Die letzte Botschaft

Was macht eigentlich ... COALESCE-Frontmann Sean Ingram? 2010 hatte sich seine Band, die in den 1990ern zu den Pionieren des Metalcore zählte, mehr oder weniger aufgelöst. Sporadisch gab und gibt es Auftritte, zuletzt 2024, und nun meldet er sich mit IDLE HEIRS via Relapse zurück. Die sind im Kern ein Duo bestehend aus Ingram und Josh Barber, der sich seit Anfang der 2000er einen Namen als Produzent gemacht hat, vor allem im Metalcore, aber auch darüber hinaus. Beide sind in Kansas City ansässig, beide wollten was zusammen machen, und ... dann flogen sie auf die kleine norwegische Insel Giske, auf halbem Wege zwischen Bergen und Trondheim an der Westküste gelegen, und enterten das Ocean Sound-Studio. Wie das alles kam, erzählen uns Sean und Josh.

Wie habt ihr euch beide kennengelernt?

Josh: Sean und ich sind uns schon länger im Red House über den Weg gelaufen, aber so richtig in Kontakt gekommen sind wir erst, als ich eine lokale Band produzierte und er einen Gastauftritt auf deren Album hatte. Wir haben uns auf Anhieb verstanden und in der Folge kam Sean öfter für ein paar Features ins Studio. Mir gefielen sein Schreibstil und sein Gesang eigentlich schon immer.
Sean: Josh und ich haben uns, wie Josh schon sagte, durch Ed Rose im Red House kennengelernt, aber erst als ich anfing Gastauftritte auf Platten zu machen, wurde ich Josh richtig vorgestellt und wir arbeiteten tatsächlich zusammen. Ich glaube, ich habe an dem Tag einen Part für NORMA JEAN aufgenommen, als Josh mir ein Stück Musik vorgespielt hat, das er komponiert hatte, und sein Ansatz und sein Stil haben mich sofort gepackt.

Was schätzt ihr an der Kreativität des anderen?
Josh: Sean hat einen sehr unterhaltsamen und introspektiven Ansatz beim Schreiben. Er lässt den Zuhörern gerade genug Raum, um sich seine Worte zu eigen zu machen, ohne dass dabei seine eigene Identität verloren geht, mit der sie anspricht. Musikalisch haben Sean und ich sowohl sehr ähnliche als auch gegensätzliche Vorlieben. Wo sie übereinstimmen, ist genauso wichtig wie wo sie nicht übereinstimmen. Er stammt aus einer Ära der Musik, die ich so nie erlebt habe. Und andersherum. Es entsteht wirklich eine unglaubliche Energie, wenn wir etwas zusammen machen.
Sean: Ich habe noch nie mit jemandem gearbeitet, der den ganzen Plan schon im Kopf hat und zugleich über das Handwerkszeug und die Fähigkeiten verfügt, das auch mit vermeintlicher Leichtigkeit umzusetzen. Ich war es gewohnt, dass vier Leute alles erst miteinander ausfechten müssen, und mir gefällt sein Ansatz. Es hatte etwas Einzigartiges, zu zweit zu sein und es scheinbar keine Grenzen gibt, einen Gedanken zu auszusprechen. Es ist nicht so, dass es nicht auch so kooperativ gewesen wäre, aber es war so viel einfacher, einen Song dahin zu bringen, wo wir ihn haben wollen, wenn man ihn in einer Studioumgebung umsetzen und sofort ein Demo hat, das qualitativ fast schon perfekt ist. Es war eine völlig neue Erfahrung, man ist da schnell verwöhnt. Aber so ist Josh eben, es ist wirklich erstaunlich.

Und wie kamt ihr auf die Idee, IDLE HEIRS zu gründen?
Josh: Sean und ich hatten schon eine Weile über ein gemeinsames Projekt gesprochen. Wir hatten sogar Leute von früheren Bands eingeladen, um mit uns ein bisschen zu jammen. Erst als Sean mich aufforderte, ein paar Songs fertig zu stellen, konnten wir uns wirklich auf das einlassen, was wir da machen. Von da an hat sich alles wie von selbst ergeben.
Sean: Ursprünglich ging es allein um die Musik. Nicht um die Band. Wir hatten das Gefühl, dass wir kreativ sein müssen, um mit irgendeinem Scheiß in unserem Leben fertig zu werden. Ich für meinen Teil steckte gerade in einer Krise, nachdem ich jahrelang ein Business aufgebaut hatte, ohne zu erkennen, wie wichtig es für mich ist, mich auch kreativ ausdrücken zu können. Ich hatte tausende Stunden damit zugebracht, anderen Bands Geld zu verschaffen und mir einzureden, dass es auch eine Kunstform sei, Tabellenkalkulationen zu erstellen und Abläufe zu optimieren, und dass mir das genügen würde. Das war einfach nicht wahr. Meine Frau erkannte das zuerst und sagte, dass ich wieder Musik machen muss, egal, wie das aussehen mag. Ich musste also wirklich die Konsequenzen und etwas ändern. Das war genau in der Zeit, als ich beschlossen hatte, mein Business zu verkaufen und beruflich ins Ungewisse zu gehen. Ich glaube, unabhängig von allen Ideen muss eben auch das Timing stimmen. Bei Josh passte es zeitlich auch und wir haben uns aus purer Liebe zur Musik und zur Kreativität in den Schreibprozess gestürzt. Erst als unsere Freunde hörten, was wir uns ausgedacht hatten, wurden wir dem Spielen in einer Band gegenüber aufgeschlossener. Dieser Teil ist immer noch genauso schwierig, wie ich es in Erinnerung habe. Vielleicht sogar noch schwieriger.

Ich höre heraus, dass IDLE HEIRS im Grunde ein Duo sind ... mit ein bisschen Hilfe von Freunden?
Josh: Ja. Ich schreibe die Musik und gebe zusammen mit Sean die kreative Richtung vor. Wir funktionieren sehr gut zusammen, wenn es darum geht, neue Ideen zu entwickeln und ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Als wir die Platte aufnahmen, wollte ich, dass sie lebendig klingt. Also wandte ich mich an ein paar sehr gute Freunde und Musiker, die ich schätze, damit sie mir bei der Umsetzung der bereits existierenden Songs helfen. Es war wirklich erstaunlich, die Musik, die ich geschrieben hatte, plötzlich von meinen Freunden gespielt zu hören. Wir haben dann alles in zwei Tagen aufgenommen. Nur Live-Takes, keine Schnitte, keine Samples, keine Tricks. Es gibt kein besseres Gefühl, als in einem Raum mit Menschen zu sein und zusammen Musik zu machen. Das ist wirklich magisch.
Sean: Ja, die Ideen dazu hatten Josh und ich, und wir haben Freunde eingeladen mitzumachen, um das Ganze aufzunehmen. Es ist toll zu sehen, wie sie sich diese Parts zu eigen machen, je öfter wir live spielen, und es sich auf diese Weise weiterentwickelt.

Sean, du bist seit fast 30 Jahren als Sänger von COALESCE bekannt. Wie ist der aktuelle Status der Band? Und was hast du in den letzten Jahren musikalisch gemacht?
Sean: Ich habe aufgehört, nachdem wir 2009 „Ox“ veröffentlicht hatten und damit auf Tour waren. Unser damaliger Schlagzeuger JR hatte uns wissen lassen, dass er nicht mehr ständig unterwegs sein wollte, und wir haben einfach aufgehört zu spielen. COALESCE hatten seit den 1990er Jahren den Ruf, kurz davor zu stehen, sich aufzulösen, aber so ist die aktuelle Inkarnation der Band wirklich nicht. Wir machen einfach, was wir wollen und wann wir wollen. Das ist für manche Dinge günstig, für andere schrecklich, aber es ist keine Band, die nach Bestätigung sucht oder etwas anderem nachjagt als Freiheit und Kreativität. Als ich gerade mitten in den Aufnahmen für IDLE HEIRS steckte, beschlossen die Jungs von COALESCE, dass sie wieder spielen wollten, und zwar aus denselben Gründen, die ich oben erklärt habe. Je älter du wirst, desto mehr schätzt du die kreativen Momente, die nur entstehen können, wenn du eine bestimmte Musik machst. Im letzten Jahr haben wir uns also wieder in Form gebracht, haben einige Shows gespielt und schreiben gerade an einem neuen Album für Relapse.

Sean, du warst mehr als 20 Jahre der Kopf der Merch-Company Merchtable. Was waren und sind deine Erfolge, aber auch die Herausforderungen in diesem sozialen und wirtschaftlichen Klima?
Sean: Wie bereits erwähnt, habe ich mich aus persönlichen Gründen aus dem Unternehmen zurückgezogen, bin aber weiterhin als Berater tätig, und mir gefällt meine neue Rolle. Wir haben vieles erreicht, worauf ich stolz bin. Vor allem auf meine Mitarbeiter und wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt haben. Darüber hinaus bin ich sehr stolz darauf, dass wir unsere eigene maßgeschneiderte E-Commerce-Plattform entwickelt haben, die speziell für die Musikindustrie entwickelt wurde, aber auch vollständig auf Shopify, Linnworks und anderen Plattformen integriert ist. Das läuft großartig, aber selbst wenn Shopify beschließen sollte, zu verkaufen und alle auf dem Trockenen sitzen zu lassen oder von der Nutzung ihrer Plattform auszuschließen, können unsere Kunden immer noch ohne Probleme erfolgreich sein. Shopify hat großartige Arbeit geleistet, um Künstler davon zu überzeugen, dass sie Shopify brauchen, aber wenn du dieselben Künstler fragst, können sie dir dafür keinen einzigen Grund nennen. Und der Prozess, wie man einfach ein T-Shirt verkaufen kann, entwickelt sich immer noch weiter. Im Moment arbeite ich nur an der Software, aber die Herausforderung bleibt immer die gleiche: Wie erreicht man einen Fan und bringt die Artikel so schnell und billig wie möglich zu ihm? Ich denke, die Zölle von Trump sind sicher die nächste große Herausforderung für uns. Wir haben das schon einmal mitgemacht und es ist anstrengend, das wieder einzuplanen. Alles, was mit Trump zu tun hat, ist anstrengend, um ehrlich zu sein.

Josh, du bist vor allem als Produzent bekannt. Wie sieht dein musikalischer Hintergrund aus, woran hast du in letzter Zeit gearbeitet?
Josh: Im Grunde bin ich Gitarrist, was meine musikalischen Bemühungen angeht. Ich habe mit Klavierspielen angefangen, bis mein Lehrer mich gefeuert hat, weil ich nach Gehör gespielt habe. Ich war eine ganze Weile mit Punkbands auf Tour und war immer derjenige, der die Kompositionen arrangiert und organisiert hat. So habe ich mich total in das Aufnehmen und Produzieren verliebt. Ich war irgendwie immer die treibende Kraft hinter den Bands, in denen ich spielte, und wollte das auch bei anderen Künstlern sein. Ich habe das Glück, dass ich in den letzten Jahren in meinem Studio gut ausgelastet war.

Was sind eure Pläne für IDLE HEIRS? Eine tourende Band werden, nach Europa kommen? Ihr scheint beide viel zu tun zu haben ...
Josh: Es gibt viele aufregende Möglichkeiten, die wir in Betracht ziehen. Wir wollen auf jeden Fall auf Tour gehen und würden auch gerne nach Europa kommen. Wir sind beide sehr beschäftigt, aber das ist etwas, worauf wir uns freuen. Dieses Projekt war etwas, das wir beide brauchten, und wir stehen erst am Anfang dieses neuen Abenteuers.
Sean: Ich für meinen Teil möchte diese Lieder unbedingt live spielen und sehen, wohin das führt, wie auch immer das aussehen mag. Ich habe kein anderes Ziel, außer dass es Spaß macht und kreativ bleibt.

Als ihr die Pläne für IDLE HEIRS geschmiedet habt, war euch da von Anfang an klar, wohin die Reise musikalisch gehen würde? Letztlich ist es ja gar nicht so weit weg vom COALESCE-Kontext, irgendwo am Rande von Metal und Hardcore.
Josh: Ehrlich gesagt nein. Ich hatte Mühe, für dieses Projekt meine musikalisch Identität zu finden. Ich habe mir selbst eine Menge unbegründeten Druck gemacht, um etwas zu erreichen, von dem ich dachte, dass die Leute es von mir erwarten würden. Sean war die erste Person, die mich beinahe dazu gedrängt hat, darauf zu hören, was ich selbst will. Jedenfalls wollte ich nichts, was COALESCE irgendwie nahekommt, und Sean auch nicht. Also zog ich mich in eine Stadt der Küste im Nordwesten der USA zurück. Dort hatte ich Zeit, mir darüber klar zu werden, was ich tun wollte, und einfach frei drauflos zu schreiben. Ich war mir nicht einmal sicher, ob es Sean gefallen würde. Aber hier sind wir! Es gibt bei mir zweifellos Einflüsse aus der Metal- und Hardcore-Welt. Aber ich habe wirklich versucht, mich auf die Komposition zu konzentrieren und mit der Musik, die ich für „Life Is Violence“ geschrieben habe, ein bestimmtes Gefühl zu erzeugen. Dieses Album resultiert aus einer sehr verletzlichen, persönlichen Situation.
Sean: Es war unausweichlich, dass es auf einen Post-Metal-Sound hinauslaufen würde, denn das ist es, was Josh und mir am meisten liegt und wie wir uns ausdrücken wollten, denke ich. Ich für meinen Teil wollte mehr softere Parts, auf denen ich aufbauen kann, große Builds und einfach längere Songs, um die Möglichkeit zu haben, eine Weile in dem Song zu leben. Es überrascht mich nicht, dass wir an diesem Punkt gelandet sind, denn so bin ich nun mal, und das, was ich der Musik zu geben habe, kommt so zum Vorschein. Das ist die Musikwelt, die ich am meisten liebe, denn hier gibt es die authentischsten Künstler, wenn es um Kreativität geht. Ich denke, es ist eine große Ehre, in dieser Szene Musik machen zu können.

Ihr seid auf die abgelegene Insel Giske an der stürmischen Küste Norwegens gereist, um euer Album in den Ocean Sound Studios aufzunehmen. Warum diese lange Reise, „nur“ um ein Album aufzunehmen – und was hat der Ort zum Sound, zur Musik beigetragen?
Josh: Ich hatte das Album an einer Küste geschrieben und wollte das, was ich dabei empfunden hatte, mit ins Studio nehmen. Also suchte ich nach einem Studio direkt am Meer. So haben wir die Ocean Sound Studios gefunden. Später stellte ich fest, dass einer meiner Lieblingsmusiker auch schon dort gewesen war. Es schien also perfekt zu passen. Als Produzent lande ich immer in solchen tollen Studios. Es war so eine Art „Immer die Brautjungfern, nie die Braut“-Situation. Ich wünschte mir etwas Aufregendes für die Realisierung dieses Albums. Wir hatten eigentlich nie geplant, dass die Öffentlichkeit dieses Album zu hören bekommt. Wir wollten es nur für uns selbst machen, weil wir glaubten, dass wir nie wieder die Möglichkeit haben würden, so etwas zu tun. Deshalb haben wir uns entschlossen, diese Reise zu machen. Es klingt albern, weil ich ja selbst ein Studio besitze, aber wir wollten, dass es etwas Besonderes wird. Wir wollten etwas Bedeutungsvolles.
Sean: Die Idee, dorthin zu fahren, entstand aus der Überlegung heraus, dass wir wahrscheinlich nie wieder eine Platte aufnehmen werden, also wollten wir an einen exotischen Ort fahren, wo wir schon immer hinwollten. Giske stand wegen CULT OF LUNA schon seit Jahren ganz oben auf Joshs Liste und wir haben uns gesagt: „Scheiß drauf, lass uns das Geld dafür auftreiben und es durchziehen.“ Man kann gar nicht genug betonen, wie sehr es die Studioerfahrung bereichert, wenn man sich für eine Aufnahme abkapselt. Ich habe bisher nur in Lawrence, Kansas aufgenommen, und zwar nach einem vollen Arbeitstag, um genau zu sein. Ich hatte mich in der Vergangenheit wirklich um eine Erfahrung beraubt. Von nun an werde ich immer dem Gefühl dieser Aufnahmesession in Norwegen nachjagen. Abgesehen von der wunderschönen Location und den tollen Menschen, die dort leben, ist die Stimmung an diesem Ort einfach so friedlich und alles ist auf Kreativität ausgerichtet. Ich finde es toll, dass du um zwei Uhr morgens aufstehen und in deiner Unterwäsche loslegen kannst. Es ist einfach ein lebendiger, atmender Ort, der nur für einen Zweck gebaut wurde, nämlich um dort kreativ etwas zu erschaffen.

Habt ihr mit lokalen Musikern gearbeitet oder habt ihr alle Leute, die auf dem Album spielen, mitgebracht?
Josh: Wir haben einige unserer engsten Freunde eingeladen, die Songs mit uns einzuspielen, denn ich wollte mich mit jedem Aspekt der Entstehung verbunden fühlen. Es hat mir sehr viel bedeutet, dass diese Leute, die ich sehr respektiere, meine Musik gespielt haben. Ein unvergessliches Erlebnis.

Sean, „Life Is Violence“ ist ein sehr starker Albumtitel. Was ist die Story dazu?
Sean: Dieser Titel stammt eigentlich von Josh. Ich habe die Bedeutung so verstanden, dass sich das Leben als prinzipiell unfreundlich erwiesen hat und es an einem selbst liegt, einen Weg hindurch zu finden. Das definiert auch die guten Ratschläge, die ich meinen Kindern mit auf den Weg geben wollte. Ich habe einfach das Gefühl, dass die Dinge, die wir für selbstverständlich hielten, wie hart arbeiten, ein Haus kaufen, eine Familie gründen, all diese Ideen, für sie als Teenager und Twens heute bedeutungslos sind. Es fühlt sich an, als stünden wir kurz vor dem Zusammenbruch, vor allem weil in den USA jetzt Kriminelle und von keiner Wahl legitimierte Milliardäre an den Hebeln sitzen. Ich glaube, ich wollte mit den Texten eine Art Wagenburg kreieren, in der wir uns zusammenkauern und unseren Weg suchen. Ich habe versucht, diese Lieder so zu konzipieren, als ob ich einen Herzinfarkt hätte und dies das Letzte wäre, was ich den Menschen, die ich liebe, mitteilen könnte. Als mein eigener Vater starb, bekamen die kleinsten Dinge, die ich für selbstverständlich hielt, eine neue Bedeutung, weil er nicht mehr da war. Ich wollte etwas machen, das direkter ist und von diesem inneren Kreis geschätzt wird, wenn ich nicht mehr da bin, mehr als sie heute verstehen können. Ich bin zuversichtlich, dass ich das erreicht habe, aber natürlich müssen all diese Dinge geschehen, damit das, was ich geschrieben habe, seinen Zweck erfüllt. Das ist der Grund, warum dieses Projekt nicht für ein breites Publikum gedacht war. Es fühlt sich jetzt seltsam an, so offen darüber zu sprechen, aber wir haben unsere Entscheidung getroffen, also bin ich hier. Aber es macht mir ein bisschen Angst, dass das, was ich zu sagen versuche, und vielleicht auch der Grund, warum ich es gesagt habe, falsch ist. Denn das ist einer der seltenen Fälle, in denen du mich auch persönlich ablehnst, wenn dir nicht gefällt, was ich geschrieben habe. Es gibt keine zwei Seiten und das kann nicht getrennt von mir betrachtet werden. Es ist ein bisschen heikel, weil es ja im Internet eine Art Sport ist, Leute niederzumachen. Aber ich werde einfach hoffen, dass es die richtigen Leute in meine Umlaufbahn zieht und sich eine neue Magie entfaltet.

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