
Was macht eigentlich ... COALESCE-Frontmann Sean Ingram? 2010 hatte sich seine Band, die in den 1990ern zu den Pionieren des Metalcore zählte, mehr oder weniger aufgelöst. Sporadisch gab es dann doch Auftritte, zuletzt 2024, und nun meldet er sich mit IDLE HEIRS via Relapse zurück. Die sind im Kern ein Duo, bestehend aus Ingram und Josh Barber, der sich seit Anfang der 2000er einen Namen als Produzent gemacht hat, vor allem im Metalcore, aber auch darüber hinaus. Beide sind in Kansas City ansässig, beide wollten was zusammen machen, und Barber ging in Vorleistung, konzipierte das Album, und dann machten die beiden und eine Handvoll befreundeter Musiker einen seltsamen und vermutlich auch teuren Move: Sie flogen auf die kleine norwegische Insel Giske, auf halbem Wege zwischen Bergen und Trondheim an der Westküste gelegen, und enterten das Ocean Sound-Studio – die Fotos und die Lage sind unglaublich. Hört man der Musik an, wo und wie sie entstanden ist? Ich behaupte: ja. Düstere Musik, die dennoch ein Gefühl von Weite ausstrahlt, monumental und dunkel, getragen und zwar intensiv und druckvoll, aber eher episch und auch leisen Momenten Raum lassend, um im nächsten Moment zu explodieren. „Life Is Violence“ erinnert mich immer wieder an die besten Momente von NEUROSIS, deren Bedeutung (bis zum tragischen Ende) nicht überschätzt werden kann.
© by Fuze - Ausgabe #111 April/Mai 2025 und Dennis Müller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Joachim Hiller
© by Fuze - Ausgabe #111 April/Mai 2025 und Ingo Rieser
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Joachim Hiller