
IEDEREEN legen mit ihrem zweiten Album „Neue Mitte“ ein Statement ab, das sich irgendwo zwischen Scheißegal-Attitüde und feiner Kritik bewegt. Nach einem kurzen Intro namens „Rewe“ geht es direkt mit „Neue Mitte“ in eine fast grungige Richtung, bevor „Panik“ mit einer Prise Punk die Lautstärke anzieht. Songs wie „Vanilla Cola“ oder „Klosterfrau Melissengeist“ zeigen, dass die Band Humor hat und sich nicht immer bierernst nimmt. Musikalisch bewegen sie sich zwischen Punk, Hamburger Schule und Experiment, lassen sich dabei aber in keine Schublade zwingen. Gesellschaftskritik steckt immer wieder im Text, aber die Platte zeigt dabei ein lächelndes Gesicht. IEDEREEN schaffen es, mit Leichtigkeit und Mut zum Spiel mit den Genres eine Platte zu präsentieren, die unbequem sein kann, aber gleichzeitig charmant, unterhaltsam und voller feiner Details ist. Wer Lust auf intelligente Frechheit mit Herz hat, sollte hier reinhören.
© by - Ausgabe # und 27. Juni 2025
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© by Ox-Fanzine - Ausgabe #172 Februar/März 2024 und Joachim Hiller