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ATREYU

In Our Wake

ATREYU sagten einmal, dass ihre Vorbilder Bands aus dem Hardrock der Achtziger Jahre seien. Inzwischen merkt man das auch. „In Our Wake“ ist das achte Studioalbum der Jungs aus Kalifornien, das zweite nach ihrer kleinen Bandpause zwischen 2011 und 2014. Die Zeiten, in denen noch wild durcheinandergeschrien wurde, sind definitiv vorbei, das war schon auf „Long Live“ deutlich geworden. Natürlich hatten ATREYU immer schon ihre melodischen, manchmal auch pathetischen Sequenzen, aber auf „In Our Wake“ ist es dann doch ein bisschen viel des Guten. Stellenweise klingt das Ganze schon so, als wären die Zielgruppe alte Männer mit Weinglas in der Hand, die aber behaupten, trotzdem gerne Rockmusik zu hören. Nun ja, also irgendwie wieder die, die auch Hardrock der Achtziger Jahre mögen. So schließt sich dann doch der Kreis. Hier und da kommen kleine Lichtblicke, vor allem das HipHop-lastige „Blind deaf & dumb“, und manchmal erkennt man auch noch die Wildheit früherer Tage wieder. Aber das Schöne ist, dass ATREYU wenigstens nicht versuchen, irgendwas zu sein, das sie nicht sind. Sie sind eben einfach ATREYU und machen, worauf sie Bock haben. Ist ja auch nicht schlecht.