
Alle paar Jahre wieder reaktiviert Frontmann Garry Gray seine Band. Er gründete die SACRED COWBOYS 1982, hatte aber zuvor schon mit THE REALS (1975-76) und THE NEGATIVES (1977-79) Musik gemacht. 1982 dann begann er mit seiner neuen Formation durch die Clubs und Bars von Melbourne zu ziehen, sie nahmen bis zum ersten Split 1985 zwei Singles, eine EP sowie ein Album für New Rose auf. Zwei Jahre später war Gray mit einem neuen Line-up zurück, das bis 1996 durchhielt und in dieser Zeit die CD-EP „Black City“ veröffentlichte sowie das zweite Album „The Things To Come“, 1996 erschienen. Ab August 2006 waren die SACRED COWBOYS dann wieder aktiv, mit Spencer P. Jones (BEASTS OF BOURBON) an der einen Gitarre und Penny Ikinger an der anderen, 2007 erschien das „Cold Harvest“-Album, 2024 dann „Cowboy Logic“, eine Art Werkschau, aber auch mit neuen Songs. Die Bandgründer Garry Gray (voc) und Mark Ferrie (gt, bs) heuerten Timothy Deane (gt), Anthony Paine (bs, gt) und Damian Fitzgerald (dr) an und spielten in dieser Besetzung das neue Album „In The Manifesto“ ein, dem man vor allem eines attestieren muss: Es klingt wie der konzentrierte Australiensound der 1980er! Es ist in gewisser Weise eine Hommage an das eigene Schaffen, an den frühen Sound von Nick Cave und seinen Weggefährten, an den weißen Blues-Punk Australiens. Und das wird gespielt mit der stoischen Ruhe einer alten Jazz-Band. SACRED COWBOYS können laut und werden auch laut, aber sie beherrschen auch die leisen Töne, siehe „Split“. „It’s time to say goodbye“, croont Gray hier, aber man muss das zum Glück nicht ernst nehmen, es ist nur der letzte Song der A-Seite. Pflichtmaterial für Oz-Rock-Connaisseure.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #72 Juni/Juli 2007 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #185 April/Mai 2026 und Joachim Hiller