
Bereits die ersten Zeilen des Openers „Grown up“ machen mal wieder deutlich, wo INDECENT BEHAVIOR musikalisch herkommen: „We’re grown up pop punk kids that never seem to get old.“ Bei ein paar Songs ihres neuen Albums „Sick“ gibt die Band wirklich alles, um gewisse Klischees zu bedienen: Highschool, Skateboarding und diese eine Frau, die viel zu cool ist, um sie anzusprechen – Dinge, die bei keinem Pop-Punk-Bingo fehlen dürfen. Die neue Platte aber nur darauf zu beschränken, würde ihr auch nicht gerecht werden. Bei „Shoot“ wird es zum Beispiel mit Screamo-Einlage und Breakdowns eine Spur härter. Das Intro von „I fell in love every weekend“ erinnert wiederum etwas an „Wonderwall“ von OASIS und allgemein kommt der Song eher als Ballade daher. Oft kratzen Songs an der Kitschgrenze und man bekommt immer wieder das Gefühl, einiges von dem schon mal gehört zu haben. Auch wenn das Rad nicht neu erfunden wurde, ist das Album streckenweise sehr catchy und macht deshalb auch einfach Spaß.
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