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BILLY ZACH

Interferer

Auch auf ihrer EP gelingt es dem wechselnden musikalischen Projekt BILLY ZACH sofort, das Gefühl zu vermitteln, dass hier etwas Bedeutsames stattfindet. Wieder ausgestattet mit einem sehr organischen, echoreichen und gleichzeitig angenehm düster-drückenden Sound, tupfen sie ihren Post-Punk mit interessanten stilistischen Ausprägungen an. Der Gesang inszeniert jeden Song wieder auf einem ganz anderen Level: In der einen Ecke wirkt der 1980er-Jahre-Goth-Charme, im nächsten Moment durchzieht ein abgehalfterter Western-Touch die Platte. BILLY ZACH scheinen abgeschlossen zu haben und werkeln in ihrer eigenen dunklen Nische. Auch das Artwork spiegelt den entzauberten Blick auf die Welt und gleichzeitig das damit einhergehende stoische Desinteresse wider. „It doesn’t mean I don’t care“, versucht sich Max halbherzig aus der Affäre zu ziehen. Unterm Strich scheren sich BILLY ZACH aber wieder um wenig, und genau das hält sie so auffallend präsent: Diese Selbstsicherheit zieht in den Bann und fesselt. Besonders gut überzeugen wieder die schnurrenden Gitarren im subtilen Duell mit den Drums – auch instrumental ist „Inferer“ zwar oft repetitiv, aber nie reizlos. In weniger als 25 Minuten choreografieren uns BILLY ZACH ein kleines Juwel auf die Ohren, das erst mal kaum Wünsche offen lässt und sich wie ein pralles Album anfühlt.

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