
Mit dem fünften Album macht das Trio aus der Schweizer Hauptstadt Bern genau alles richtig. Sie haben ihren Sound gefunden, das bedeutet aber nicht, dass sie nun Routine mit Ideenlosigkeit verwechseln. Stattdessen gelingt es der Combo um die charismatische Sängerin Jackie Torera, immer neue Klangfarben zu entwickeln, um damit dem radikalen Fuzzpunk einen neuen Anstrich zu verpassen. Jackies unterkühlte Gesangsarbeit ist gar nicht so weit entfernt von Grace Slick von JEFFERSON AIRPLANE oder sogar Nico und entfaltet einen eigenartigen Magnetismus. Die Songs sind keinesfalls Dutzendware, in zehn Nummern mit eigenem Charakter und verblüffender Eingängigkeit zeigen die JACKETS sich als talentierte Songschreiber. Natürlich nicht im luftleeren Raum; sie wissen schon, wie man eine gewisse Formelhaftigkeit zu seinen Gunsten nutzen kann, sind aber clever genug, wirklich exquisite Originalkompositionen einzuspielen. Die konkrete Aufnahme fand mit Jim Diamond im Berner Strawberry-Studio statt, und mit dem erstaunlich detaillierten, kristallklaren Sound haben die JACKETS ihr (bislang) womöglich bestes Album eingespielt.
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