
Vielleicht ist „It Sparks“ genau das Album, das die Welt gerade braucht. Im Stile von entspannten RADIOHEAD hat der in Berlin lebende Ire Robert John Hope ein angenehm verträumtes und melancholisches Ambient-Folk-Album aus dem Hut gezaubert, auf dem er gelegentlich auch mal einen Ausflug in Pop-Gefilde wagt. Es ist vor allem Hopes Stimme, die irgendwo zwischen Jeff Buckley und einem weniger gequälten Thom Yorke über den soliden Arrangements schwebt. Dabei blitzen in Songs wie „Gin lane revisited“ oder „Rear view mirror“ starke Melodien auf, die sich ganz leise aber dafür nachhaltig im Ohr festsetzen. Die Produktion vermeidet zum Glück die sterile Glätte vieler Singer/Songwriter-Platten und klingt stattdessen warm, klar und organisch. Das hier ist wirklich etwas zum Zuhören und nicht nur dazu geeignet, um es nebenbei laufen zu lassen! Inhaltlich geht es um Umbruch, Verlust und Neuanfang – für Hope letztlich bekanntes Terrain. „It Sparks“ ist keine Revolution, aber ein schönes Beispiel dafür, dass man mit Feingefühl und Stil einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann. So klingt Musik gewordene Empathie.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Sebastian Wahle
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