
Irgendwie rockt dieses Album so langsam vor sich hin. Man steigt ein, fährt ein Stück mit. Solider Rock und Folk und Country und Indie. Aber dann gibt es da doch einen merkwürdigen Sound, der viel mit dem Gesang zusammenhängt, einen sogar irgendwie nervt und gar nicht so fein im Ohr bleibt. Nadel noch mal in die Einlaufrille. Kann doch nicht sein! Neuer Versuch. Also irgendwie ist es auch eine Art schräger Countryrock und Rockabilly. Prägnant ist der Gesang und es schwebt etwas wie Unbeschwertheit und Aufbruch über dem Album, fällt dann aber einen Song weiter wieder in sich zusammen. Dafür ist das Design des Covers aber ein Hingucker geworden. Vereinigt Retro-Habitus mit Pop. Und dann kommt nach mehrmaligem Hören endlich der Groove von „It’s The Bad Times“ im Ohr an, der mit dem Gesang die Songs trägt. Was für ein schräges Album, das einen so fesselt, erst garstig ist und dann doch durch seine besonderen, durchaus eigenwilligen Qualitäten überzeugt. Das ist schon irgendwie ziemlich Punk.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #185 April/Mai 2026 und Thomas Neumann