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JACK DUPON

Toucan

„Toucan“ etabliert einen sperrigen, experimentellen Noiserock, dem viel Zeit gegeben wird, sich zu entfalten. Dem Trio JACK DUPON geht es nicht darum, ausgearbeitete, prägnante Songs auf den Punkt zu bringen, sondern darum, viele dissonante Einfälle und merkwürdige Melodien aneinanderzureihen. Das Album ist keineswegs strukturlos, aber der sonst im Noiserock übliche Druck auf dem Kessel wird dann und wann mit einem Ablassventil runterreguliert. Der französischsprachige Gesang auf „Toucan“ ist expressiv und unkonventionell gehalten. Er entbehrt nicht einer resoluten Ernsthaftigkeit, allerdings erkennt man ein feines Humorverständnis, auf das musikalisch Bezug genommen wird, indem das Instrumentale bewusst ins Schlingern oder gar zu Fall gebracht wird. Die Stimme hat oftmals minutenlang Sendepause und fällt dafür bei seinem Einsatz umso wirkmächtiger in das noisige Treiben ein und erzwingt eine geschlossene Reaktion auf die ausgestoßenen Einwände. Sechs Lieder in einer Stunde heißt nicht, dass die Musik unfokussiert ist. Zehnminütige Stücke bedeuten, dass JACK DUPON unvorhersehbare Musik machen und schlichtweg alles passieren kann.

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