
Der nächste heiße Scheiß aus dem UK. Ein sechsköpfiges Punk-Kollektiv aus Leicester, benannt nach dem britischen Talkshow-Host Jools Holland. Sehr divers, sehr modern: zwei Stimmen, zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug. Mit „Violent Delights“ schlagen sie in die gleiche Kerbe wie all die Post-Punk-Bands der Stunde, leihen sich aber auch Elemente aus Post-Hardcore, HipHop und Metal. Trotzdem wirkt der Crossover nicht gekünstelt oder aufgesetzt. Irgendwo zwischen FONTAINES D.C., LINKIN PARK und THE STREETS. Sehr britisch, sehr rebellisch. „Wir betrachten Musik nicht anhand von Klängen oder Strukturen. Stattdessen suchen wir nach Einstellungen“, beschreibt die Band ihre Strategie. Auffällig sind die beiden Frontpersonen Kate Price und Mitch Gordon, die sich am Mikrofon die Bälle zuwerfen. Die Texte sind geprägt von Themen wie Trauer, Wut, Sehnsucht und Identität. Geschichten über Sucht, das Aufwachsen mit Religion oder der Brutalität sexueller Gewalt. Alles beruht auf eigenen Erfahrungen, sagt die Band. Aufgenommen haben JOOLS ihr Debütalbum binnen zwei Wochen im The Ranch Studio in Southampton. Produziert hat Lewis Johns (MUNCIE GIRLS, PALM READER). Hochgelobt von BBC Radio 1, bald auch bei uns in aller Munde.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #176 Oktober/November 2024 und Wolfram Hanke
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