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MOTHICA

Kissing Death

Das vierte Album „Kissing Death“ der US-amerikanischen Singer/Songwriterin McKenzie Ellis aka MOTHICA hat einen thematischen Schwerpunkt: es geht um Heilung und Tod. Diesen Prozess verpackt sie plakativ, wie auch das Cover vermittelt, in eine „Liebeskomödie“ mit dem Tod. Musikalisch oszilliert das zwischen Pop Noir, Electro-Pop und Synthie-Wave. Es gibt substanzielles Drama in „Curiosity killed the moth“ – hier beschreibt sie eine (ihre) Art der Faszination für den Tod –, sowie den eher rockigen Drive in „Red“ und den schillernden Elektro-Pop von „Afterlife“. In ihren Songs geht die 29-jährige Sängerin offen mit ihrem Alkoholismus und dem Medikamentenmissbrauch um, und eindringlich auf ihre Traumata und Depressionen ein, wie in der Ballade „Doomed“. Im Song „The reaper“, der ironischerweise alle Merkmale eines sommerlichen Popsongs aufweist, skizziert sie den Tod quasi als „Liebespartner“, oder wie sie es formuliert: „I had the visual idea of me and the grim reaper as toxic lovers“. „Kissing Death“ ist die persönliche und authentische Lebensgeschichte von MOTHICA, die Geschichte ihrer lebenslangen Beziehung zum Tod, ihrer Selbstmordgedanken und ihrer düster-romantischen Vorstellung, dass es, wie sie es selbst formuliert, schön ist, jung zu sterben. Der emotionelle Umgang mit dem Thema Suizid ist ihre Form der Kunst und der Verarbeitung tiefer Traumata.

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