
2022 verließ Frontmann Ryo Kinoshita aufgrund einer psychischen Erkrankung die japanische Metalcore-Band CRYSTAL LAKE und schlägt jetzt mit seinem Projekt KNOSIS ein neues Kapitel auf. In den letzen zwei Jahren gab es schon eine erste EP und einzelne Singles als Vorboten und nach dem Einzug ins Haus SharpTone Records folgt nun mit „Genknosis“ das Debütalbum. Kinoshita vereint in zehn kurzweiligen Tracks so viele Sounds und Facetten miteinander, dass es kaum Zeit zum Durchatmen gibt. Angefangen in der ersten Hälfe der Platte mit einem prügelnden, chaotischen Mix aus Hardcore und Metalcore, der zusätzlich durch gescreamte Rap-Passagen definiert wird („Seisai“, „Imioni“). Mit zunehmender Länge gewinnen auch die Tracks mehr an Melodik und Struktur und es eröffnet sich eine neue Soundlandschaft, die sich irgendwo zwischen fast schon stadiontauglichem Metalcore und Post-Pop-Punk mit Shoegaze-Einflüssen einordnen lässt. Beim letzten Track „Angetsu“ angekommen ist von dem anfänglichen Hardcore-Chaos nichts mehr zu spüren und die melancholischen, nahezu himmlischen Harmonien erzeugen eine kathartische Wirkung, so dass man das Album direkt nochmal von vorne starten möchte. Mit „Genknosis“ hat KNOSIS ein überaus starkes Debütalbum geliefert und erzeugt Vorfreude auf das, was in Zukunft hoffentlich noch kommen wird.
© by Fuze - Ausgabe #113 August/September 2025 und Dennis Müller
© by Fuze - Ausgabe #113 August/September 2025 und Jule Cattau