
Vier Italiener bringen mit einem fulminanten Album frischen Wind in die mittlerweile tausendfach wiedergekäuten Schemata des Indierock. Der Gesang auf „K For Key“ ist stimmlich mit einer bemerkenswerten Variabilität gesegnet: mal gelangweilt, im Falsett, mal agitiert, immer besonders. KOROBU (Japanisch für „um- oder hinfallen“) bieten eine ganze Palette an frischen Ideen, verweben exaltierte Popsongs und hymnische Lieder („Love love love“). Sie legen in drängenderen Phasen geschickte Fährten in die verzerrten Grenzwelten des Post-Punk („Cavalcade“). „Velvet decadence“ stellt nach, wie es klingen könnte, wenn GRIZZLY BEAR und TALKING HEADS simultan abgespielt würden. In „Cassandra“ ahmt der Sänger das merkwürdige Timbre von Thom Yorke von RADIOHEAD nach. Der Abschluss „Park“ ist ein hintergründiger und romantischer Sommerhit zwischen ARCADE FIRE und WOLF PARADE. „K For Key“ ist vieles: schwelgerisch, eigenartig und expressiv. Sucht euch doch einfach selbst noch ein paar stimmige Adjektive zusammen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Henrik Beeke