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HOUNDS OF LOVE (33 1/3)

Leah Kardos

Leah Kardos ist Dozentin für Musik an der Kingston University in London und hat bereits über David Bowie geschrieben. In dieser Folge der Bloomsbury-Reihe „33 1/3“ geht es um Kate Bush und ihr 1985 erschienenes Album „Hounds Of Love“. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war die britische Sängerin 27 Jahre alt. Die Track-by-Track-Kommentare konzentrieren sich auf die Wahrnehmung des Albums aus der Perspektive des Hörers und lenken den Fokus auf den individuellen Prozess ihres Songwritings. Viele Songs sind poetisch und aufwändig arrangiert, drehen sich um Themen wie Selbstfindung. Erlösung und Wiedergeburt. Vermutlich ist es Bushs anspruchsvollstes Album mit Einflüssen aus Irish Folk, kaukasischen Klängen, Ansätzen von Suiten, Artpop und Progrock bis zu subtilen Synthie-Sounds, die wohl den damaligen Zeitgeist widerspiegeln. Die Songs sind oft experimentell und komplex, mitunter auch überbordend pathetisch in Szene gesetzt und instrumentiert. Der bekannteste Titel des Albums und vermutlich ihrer gesamten musikalischen Karriere ist „Running up that hill“: Ein Paar möchte einen Deal mit Gott schließen, für einen Tag wollen sie die Rollen tauschen, um sich gegenseitig besser verstehen zu können. „Cloudbusting“ ist durch komplexe Streicherarrangements geprägt mit beschwörenden Schamanen-Vocals. Die „verhuschte“ Kate Bush war zu diesem Zeitpunkt vermutlich das konträre Role Model zu Madonna, die ein Jahr zuvor das Album „Like A Virgin“ veröffentlicht hatte. Leah Kardos geht detailliert auf die Songs und die Hintergründe ihrer Entstehungsgeschichte ein sowie auf die Spiritualität von Kate Bush in dieser Phase ihres Schaffens.

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