
Ist das noch Punk, schon Rap oder etwas ganz anderes? Diese Frage stellte man sich schon beim Debütalbum der amerikanischen Gruppe CODEFENDANTS. Diese Frage könnte man sich nun erneut stellen. Der Nachfolger „Lifers“ geht noch einmal einen Schritt weiter. Die Arrangements sind noch ein Stück detaillierter und tiefer als noch auf dem Debüt. Auf klassischen Rap-Beats, Gitarren- und Klavierriffs rappen und singen sich Ceschi, Sam und Fat Mike durch die elf Nummern. Die Intensität ist genauso hoch wie der Unterhaltungswert. Langweilig wird es nie. Sobald eine Nummer erklärt wirkt, setzt ein neues Element ein, das die Spannung hochhält. Beste Beispiele dafür sind „Lonely life“ und der Titeltrack. Die Akteure klagen dabei allerlei soziale und politische Missstände an. Ein Inhalt, den Rap und Punk schon seit jeher transportieren. Nennen CODEFENDANTS ihre Musik selbst „Crime Wave“, haben sie sich so selbst ein weites Feld zur Entfaltung geschaffen, bei dem sich der Hörer am Ende die eingangs aufgeworfene Frage selten stellt, sondern eher Freude am Gehörten hat.
© by - Ausgabe # und 10. Juli 2026
© by Fuze - Ausgabe #119 August/September 2026 und Manuel Stein
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