Foto

LION’S LAW

Evermore

Man kann es nicht anders ausdrücken: Die wohl populärste (und möglicherweise beste) Oi!-Band außerhalb der Oi!-Heimat England liefert wieder ab. „Evermore“ wird zwar nicht allzu viele Menschen außerhalb der Genre-Bubble erreichen, aber in dort wird es, wie eigentlich immer im Falle der längst um den Legendstatus rotierenden Niederländer, für Furore sorgen. Weil dieses Album nämlich Ohrwürmer mit perfektem Riffing bietet („Brother“, „Sewer rats“). Und weil es jene typischen Themen durchspielt, die Oi! ausmachen und hier unabdingbar sind: Zusammenhalt, die Straße, Working Class, gentrifizierte Städte („Paris“), die politisch wie gesellschaftlich über den Rand der Erträglichkeit kippende Welt („The world is on fire“), die ewige Liebe zur Szene. Kurzum: Für alle, die es mit Oi! halten, ist „Evermore“ das Album des Jahres und die Sommerplatte schlechthin schon im März erschienen. Um diese Gewissheit zu zerstören, müssten schon COCK SPARRER ihre Pläne für den Ruhestand urplötzlich über den Haufen werfen und in naher Zukunft noch mal nachlegen, wovon nicht auszugehen ist. Long live LION’S LAW!

Anzeige