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HOLLY GOLIGHTLY

Look Like Trouble

Sieben Jahre nach „Do The Get Along“ meldet sich die ungekrönte Königin des Medway-Beat zurück – und klingt, als wäre sie nie weg gewesen. „Look Like Trouble“ ist ein klassisches Holly Golightly-Album: zehn neue Songs, alle eigenwillig, lässig, bittersüß. Es ist keine Kritik, sondern ein Kompliment zu konstatieren, dass „Look Like Trouble“ keine großen Überraschungen bietet. Schon der Opener „Black tongue“, ein „melodic hex“, zieht einen mitten hinein in Hollys Welt: vielleicht eine schummrige Bar im Soho der frühen 1960er, vielleicht ein Diner irgendwo in Mississippi. „My get back“ tänzelt im Nashville-Shuffle, „It’s all“ ist ein bewegender Abschiedsgruß an abwesende Freunde, „Rolling along“ ein lässiger Rockabilly-Stomp. „Down to one“ flirtet mit einem fast cha-cha-haftem Groove, und „The right thing“, ein klassischer Heartbreak-Country-Song, dürfte der schönste Moment der Platte sein. Eingespielt mit alten Weggefährten wie Bruce Brand an den Drums, Bradley Burgess an der Gitarre sowie Matt Radford am Kontrabass klingt das Ganze unmittelbar vertraut, die Produktion aus Ed Deegans Gizzard-Studios verzichtet auf moderne Sperenzchen, hat genau das richtige Vintage-Flair, das dem vergilbten Charme des Materials entspricht.

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