
Mit den HEATCOATEES als Girl-Group-Pendant zu Billy Childishs R&B-Punk/Beat sang Holly Smith auf einer Reihe von unterhaltsamen Alben in den frühen 1990er Jahren, 1995 machte sie sich „selbstständig“ und veröffentlichte, ganz in Childish-Manier, einen nahezu unüberschaubaren Output auf diversen Labels (hauptsächlich bei Damaged Goods und Sympathy for The Record Industry). Einen Weg in den Musikkosmos von Miss Golightly zu finden scheint angesichts ihres weiten Spektrums (Blues, Folk, Jazz, Yéyé und schlichtem 1960s-Beat) nicht einfach, und so veröffentlichte Damaged Goods 2005 diese Compilation, um Einsteigern den Weg zu weisen. Darüber schrieb seinerzeit ein weiser Ox-Kollege: „Ein Best Of-Album, das eigentlich keines ist: Eine 17 Songs umfassende Zusammenstellung aus Songs, die Hollys Live-Set widerspiegeln sollen, also Lieder, die sie gerne und mit Regelmäßigkeit spielt, und davon wiederum neun in der Studioversion und acht live mitgeschnittene. Diese gehen zurück bis zum ’95er Debüt ‚The Good Things‘, das muss in der Spätphase von THEE HEADCOATEES gewesen sein, und reicht bis zum aktuellen Longplayer. Wirklich verändert hat sich die famose Chanteuse in all den Jahren nicht, was ich als Lob verstanden haben will, und wer bislang noch kein Fan ist und erst jüngst Blut geleckt hat, der sollte hier zugreifen.“ Es sei noch kurz aufs Repertoire der Scheibe eingegangen: Mit einem überzeugenden Cover von Bud Harpers „Whereever you were“ steigt die Comp ein, auf der fünf Golightly-Originals und sieben Coversongs (darunter „Sally go round the roses“ von Phil Spector, Arthur Alexanders „Black night“, die Ike Turner-Nummer „Your love is mine“ und auch Memphis Slims „Mother earth“) die Klinke in die Hand geben. Für Anfänger wie alte Golightly-Fans ein unvermeidlicher Sampler, der in jeden Haushalt gehört.
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