
Ich bin ehrlich überfordert. LOWHEAVEN erinnern mich abwechselnd an DEFTONES, MASTODON, BREACH, CONVERGE und so ziemlich alles andere, was im Grenzbereich zwischen Metal, Hardcore und Alternative jemals „cool“ war im Sinne von: vermeintlich unpeinliche und klischeefreie harte Musik für ein studentisches Zielpublikum. Gleichzeitig ist „Ritual Decay“ aber zu zerfahren und hantiert mit zu vielen Zutaten, um sich in diesem schon sehr weit gefassten Genreentwurf irgendwie greifbar zu verorten. Was natürlich an sich schön wäre, wegen Schubladendenken und so. Aber anders als bei den wesentlich wilderen CALLOUS DAOBOYS gibt es hier statt der Hooks, durch die sich die ganze Anstrengung auszahlt, obendrauf eher noch eine erdrückend-deprimierende Grundstimmung, die das Chaos um ein Vielfaches anstrengender macht. Zugleich sind LOWHEAVEN aber zu rockig unterwegs, als dass sie zwingend etwas für die Fraktion wären, die immer auf der Suche nach etwas Krasserem und Chaotischerem ist. Nicht uninteressant, aber schon sehr schwer greifbar.
© by Fuze - Ausgabe #113 August/September 2025 und Dennis Müller
© by Fuze - Ausgabe #113 August/September 2025 und Manuel Stein
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Andreas Kleen