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MEMPHIS MAY FIRE

Shapeshifter

Fangen wir mal mit etwas an, das für mich als Ü40er, der noch Wert auf physische Tonträger legt, kaum nachvollziehbar ist: von den zehn Songs, die auf „Shapeshifter“ enthalten sind, wurden acht bereits vorab als Singles ausgekoppelt. Beim Vorgänger waren es neun von elf Songs. Wahnsinn. Aber immerhin schaffen es MEMPHIS MAY FIRE so, mit den Singles eine neue, schnelllebigere Generation und mit dem daraus resultierenden Gesamtwerk ihre älteren Fans zu bedienen. Gar nicht so doof, allerdings zeigt es auch, dass hier eher der Pop-Markt und nicht der Underground anvisiert wird. Allerdings taugt auch wirklich fast jeder Song als Single. „Versus“ ist raus, weil es sich dabei eher um ruhiges Zwischengeplänkel handelt, und das abschließende „Love is war“ wurde wahrscheinlich nur deshalb nicht vorab ausgekoppelt, um noch irgendeinen Selling Point fürs Album zu haben. Allerdings soll das mitnichten bedeuten, dass „Shapeshifter“ nun ein Album voller Hits wäre, bei dem für jeden was dabei ist. MEMPHIS MAY FIRE machen weiterhin (oder wieder) glattgebügelten Radio-Metalcore, der in den softeren Momenten kaum von Acts wie IMAGINE DRAGONS zu unterscheiden ist. Das muss man genauso abkönnen wie die mehr als nur dezente christliche Note in den Lyrics. Wenn man darauf steht, gibt es aber kaum eine Band, die das besser macht.

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