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MILITARIE GUN

God Save The Gun

Einer meiner ersten Berührungspunkte mit MILITARIE GUN war ein Interview mit Sänger Ian Shelton, in dem er über das Aufwachsen mit suchtkranken Eltern spricht. Umso heftiger war es für mich, zum ersten Mal das neue Album „God Save The Gun“ zu hören. Darauf beschäftigt sich Ian mit seiner eigenen Drogensucht und den Menschen, denen er mit seinem rücksichtslosen Verhalten geschadet hat. Durch seine Hintergrundgeschichte hat eine Zeile wie „I’ve been drunk every day for a month / I learned from you and mom“ aus dem Song „Daydream“ noch mal eine ganz andere Wirkung. Keine schnörkeligen Metaphern oder Andeutungen – die Lyrics sind ungeschönt und auf den Punkt gebracht. Und obwohl die Suchterkrankung ein zentrales Thema auf dem Album ist, schafft es die Band, dass mich die Songs beim Hören nicht komplett erdrücken. Die Mischung aus Verletzlichkeit, Tiefgang und Ekstase war schon immer ein Markenzeichen von MILITARIE GUN – und auch auf dem neuen Album ist diese Gratwanderung gut gelungen. Auch wenn „God Save The Gun“ vom Sound her der wahrscheinlich cleanste und eingängigste Release der Band ist, braucht man für das Album die richtige Grundstimmung, um sich voll und ganz darauf einlassen zu können.

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