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MINUS 5

Oar On, Penelope!

Es fällt schwer, nicht dem Charme dieser Besetzung zu erliegen, bestehend aus Peter Buck (R.E.M.), Debbi Peterson (THE BANGLES), Kurt Bloch (THE FASTBACKS) und Steve Wynns Gattin und Mitmusikerin Linda Pitmon am Schlagzeug, früher bei ZUZU’S PETALS und ebenfalls involviert bei BASEBALL PROJECT und FILTHY FRIENDS. Eigentlicher Motor dieses Musikkollektiv mit wechselnder Besetzung ist aber Scott McCaughey von THE YOUNG FRESH FELLOWS (von 1994 bis 2011 half er auch regelmäßig bei R.E.M. aus), der Anfang der 1990er zusammen mit Buck und den THE POSIES-Musikern Ken Stringfellow und Jon Auer nach einem Vehikel suchte, seiner Begeisterung für Alex Chiltons Kultband BIG STAR Ausdruck zu verleihen. Seitdem erschienen zahlreiche Platten unter dem Namen THE MINUS 5, zuletzt 2019 „Stroke Manor“ auf Yep Roc, die trotz des attraktiven Personals bei mir immer einen lauwarmen Eindruck hinterließen. Aktuell erschien „Oar On, Penelope!“ und überzeugt mich songwriterisch deutlich mehr. Im Mittelpunkt steht der für McCaughey irgendwie typische Powerpop, bei dem man aber auch mal die FLESHTONES und vor allem Steve Wynn beziehungsweise THE DREAM SYNDICATE heraushören kann, obwohl der hier nicht mal einen kleinen Gastauftritt hat, aber mit dem McCaughey natürlich oft genug zusammengearbeitet hat. Man merkt allen Beteiligten an, dass sie beim Aufnehmen der Songs extrem viel Spaß hatten, und diese gute Laune wirkt extrem ansteckend. Zumal McCaughey hier zahlreiche Hits aus dem Ärmel schüttelt, der ja auf „Stroke Manor“ noch die Folgen seines Schlaganfalls aufgearbeitet hatte – kein wirkliches „Gute-Laune-Thema“.

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