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MOLOTOW SODA

Der Untergang des Kapitalismus

Das ist nun das definitiv letzte Album von MOLOTOW SODA. Während der Aufnahmen wurde leider klar, dass Tommy aus gesundheitlichen Gründen nie wieder wird singen können. Die dahin eingespielten sechs Tracks sind mit das Beste, das ich seit langem von MOLOTOW SODA gehört haben. Die Band hat ihren ganz eigenen D-Punk-Sound, abwechslungsreich, hart und dennoch melodisch, ohne Scheu, auch andere Sounds einzubauen wie hier bei „Phobie“, ein extrem tanzbar Ska-Punk im Stil von CULTURE SHOCK. „Hundekuchen auf Tour“ ist ein wilder Punk-Shanty, da fällt mir spontan auch „Die wilde 13“ der Augsburger Puppenkiste ein. „Der Untergang des Kapitalismus“ oder „Ghetto für die reiche Minderheit“ haben die Klasse von „Wasserleichen“. Die Band fährt nicht vom Flaschenpfand in den Urlaub, sondern sie finanzieren mit „Pfand“ die Bedürfnisse des Alltags und sind dann wieder „Zurück auf Station D“, der Abteilung für Suchtkranke. Als Schmankerl gibt es auf der Flipside die Live-Aufnahmen eines Gigs im Berliner SO36, die die Band in bester Spiellaune zeigen. Die Setlist reiht Hit an Hit: „Wasserleichen“, „Meine Mutter ist ein Hool“, „Laborratte“ oder auch „Punx“. Dazu gibt es noch das CANAL TERROR-Cover „Mallorca“ und als letzten Track „Molotow“. MOLOTOW SODA haben sich mit dieser Platte ihr eigenes Denkmal gesetzt, hervorragend aufgemacht mit Klappcover und grünen Vinyl. Top!

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