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MURDER CAPITAL

Blindness

THE MURDER CAPITAL legen mit „Blindness“ ihr drittes Album vor und man kann nicht behaupten, dass ihr Post-Punk unflexibel ist. Mit dieser Erkenntnis im Mittelpunkt hat sich die Band aus Dublin jetzt auf ihre Instinkte verlassen und nicht mit Details aufgehalten. Das bedeutet mitnichten, dass „Blindness“ platt oder formelhaft geraten wäre – ganz im Gegenteil, an jeder Ecke lauern Details und prägnante Highlights. Die düsteren und klugen Texte beinhalten Beobachtungen über falsch verstandene Liebe zu einem Land („Love for country“), den ungesunden Fokus auf Liebe mit lauten Gesten („Words lost meaning“) und unter anderem auch eine Momentaufnahme des Abschieds des legendären Sängers Shane MacGowan von THE POGUES („Death of a giant“). Mit frischen Eindrücken von der Tour im Rücken und dem Vorsatz, weniger verkopft zu agieren, fand sich die Band zu den Aufnahmen im Studio zusammen. Schnell und intuitiv wurden gemeinsam Songs geschrieben, die den Moment einfingen und vom ersten Impuls lebten. Das spürt man bei der packenden Dynamik, die das Album in jeder Stimmungslage beherrscht und für einen angenehmen Verbund der einzelnen Lieder sorgt. In ihrer Ernsthaftigkeit stets bemüht, positive Splitter zu finden, führt uns die Band in eine süß-vernebelte Höhle, durch die uns Sänger James McGovern mit seiner markant-charmanten Stimme leitet. „Blindness“ ist mit Sicherheit ein erstes Highlight des noch jungen Jahres.

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