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NASTY NEIGHBOURS

Horrorísimo!!

Ich nenne das Theremin ja immer die „Spukorgel“ – in meiner Erinnerung wurde das seltsame geisterhafte Heulen dieses merkwürdigen Instruments in alten Filmen immer eingesetzt, wenn es gruselig wurde. Gruselig wird es des öfteren auch auf dem neuen Album der argentinisch-deutschen NASTY NEIGHBOURS, wobei ich das nicht im Sinne von schrecklicher Musik meine, sondern in Bezug auf deren Vorliebe für horrorpunkiges Gebaren inklusive passender Verkleidung. Gegründet wurde die Band Anfang 2023 von Karina Kaos (voc, key) und eMon (gt) in Buenos Aires, wohin es die Hamburgerin Karina beruflich verschlagen hatte. 2024 war sie mit Band auf Heimatbesuch, im Juni 2025 steht die nächste Tour an, dann ist auch das Album raus. Und passend zum comicbunten Cover mit Spukhaus und Fledermäusen ist auch die Musik ein grellbunter Cocktail aus klassischem Drei-Akkorde-Punk und jenem leicht überdrehten Sound, für den man THE B-52’S schätzt: würden NASTY NEIGHBOURS „Love shack“ covern, es würde fast wie eine Eigenkomposition klingen. Ich finde ja, die sollten mal zusammen mit THE DARTS auf Tour gehen, das wäre eine exzellente Kombination. Mir gefällt der schelmische Humor dieser Band, was sie von anderen solcher „Horrorpunk“-Bands unterscheidet, die sich selbst viel zu ernst nehmen bei ihrem Mummenschanz. Wenn der Fürst/die Fürstin der Finsternis nicht grinst, bin ich raus.

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