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BIG SPECIAL

National Average

Dieses Album kam wie aus dem Nichts. Keine Vorankündigung, kein Teasing, keine Andeutungen. Joe Hicklin und Callum Moloney treffen mit ihrem Sound die goldene Mitte zwischen IDLES und SLEAFORD MODS. Drumbeats, elegante Basslines, giftige Synthies und gelangweilter Sprechgesang, natürlich im typischen Slang der West Midlands: schnodderig, großmäulig und offensiv. Mit ihren giftigen Lyrics geißeln die beiden Jungs aus Birmingham die Politik der britischen Regierung, schildern die alltäglichen Probleme der Working Class oder persönliche Abgründe. Ihr Debütalbum „Postindustrial Hometown Blues“ ist gerade mal ein Jahr alt, da liefern die beiden lässigen Lads schon Nachschub. Wieder waten BIG SPECIAL knietief in Verachtung für die aktuellen Lebensbedingungen in Great Britain, vor allem in Birmingham. Seit dem Niedergang von Kohle- und Stahlindustrie in den 1960ern ist es mit der Region steil bergab gegangen. Da hilft auf kein Promi-Event wie das Abschiedskonzert von BLACK SABBATH. Hohe Arbeitslosigkeit, Armut und Abbau staatlicher Sozialleistungen sind die Folgen der Krise für die Menschen dort. Dagegen singen Joe und Callum an. Wenn sie so weitermachen, haben BIG SPECIAL das Zeug, SLEAFORD MODS als Spezialisten für ultracoole Schimpftiraden irgendwann abzulösen. God shave the King. Ich liebe diese Band.

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