Foto

DAMNED

Not Like Everybody Else

Am 6. März 2025 starb der Ur-THE DAMNED-Gitarrist Brian James und ihm zu Ehren haben Dave Vanian (voc), Captain Sensible (gt), Rat Scabies (dr), Paul Gray (bs) und Monty Oxymoron (key) zehn Coversongs aufgenommen. Nun haben THE DAMNED in ihren 50 Jahren Bandgeschichte schon Dutzende Songs anderer Bands gespielt, allen voran Barry Ryans „Eloise“, sich dabei wirklich kreuz und quer durch die Rockmusikgeschichte gecovert und bewiesen, dass sie zwar im Herzen eine Punkband waren und sind, aber sich immer schon in einer Rock’n’Roll-Tradition sahen, die in den 1960ern ihre Wurzeln hat – was wiederum die eigene Biografie widerspiegelt, das Aufwachsen in den späten 1960ern und frühen 1970ern. Wer von dieser Aktion hier erwartet, verpunkte Versionen der Originale à la THE DICKIES oder ME FIRST AND THE GIMME GIMMES zu hören zu bekommen, wird enttäuscht sein. Wie schon beim famosen „Eloise“ kommen THE DAMNED mit der markanten Crooner-Stimme ihres Frontmanns Dave Vanian dem Original recht nah, bleiben aber erkennbar. Gecovert werden hier „Ghost in my house“ (R. Dean Taylor), „Summer in the city“ (Joe Cocker), „Making time“ (THE CREATION), „Gimme danger“ (THE STOOGES), „See Emily play“ (PINK FLOYD), „I’m not like everybody else“ (THE KINKS), „Heart full of soul“ (THE YARDBIRDS), „You must be a witch“ (THE LOLLIPOP SHOPPE), „When I was young“ (ERIC BURDON & THE ANIMALS) und „The last time“ (ROLLING STONES). Zugegeben, die ersten flüchtigen Durchläufe beeindruckten mich wenig, doch beim konzentrierten Zuhören entfalteten die Songs ihren Charme (neu) – THE DAMNED, die wissen schon, was sie tun ...

Anzeige