
Der kanadische Multi-Instrumentalist Garton hat bereits in den vergangenen 16 Jahren als Musiker in diversen kanadischen Roots-Bands gespielt, darunter BLUE MOON MARQUEE, VIPER CENTRAL, sein Markenzeichen: Akkordeon und Trompete, im fliegenden Wechsel eingesetzt. Seit über zehn Jahren ist er nun auch als Solo-Künstler aktiv, zwei Alben mit detailverliebter Americana zwischen Soul, Country und Rhythm’n’Blues hat er bereits eingespielt. Mit über fünf Jahren Abstand kommt nun das dritte, und Garton kann erneut mit seiner unaufgeregten Performance punkten. Songschreibende Sänger wie Ryan Adams mögen hier Einflüsse hinterlassen haben, aber auch straighter Rockabilly, „Hey Grandad“ ist eine perfekte STRAY CATS-Mimikry. Auch die ganz entspannten Nummern gelingen, „Berkeley in the springtime“ hat einen Laid-back-Groove, während das Surf-Instro „Stovetop coffee“ mit den Mariachi-Tröten deutlich an Dick Dale orientiert ist. Das Album ist auffällig unauffällig, eigentlich schon zu nett, und dennoch bleibt hier einiges an wirklich angenehmen Songs hängen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #176 Oktober/November 2024 und Gereon Helmer