
FALSE REALITY. Aus UK. Nicht die Hardcoreler FALSE REALITY aus Serbien, nicht die Death Metaller FALSE REALITY aus Rumänien. Nachdem man sich ein bisschen in dem Bandnamen-Verwirrspiel verloren hat, kommt man schließlich in London raus. Zum Glück, denn „Path Of Self Destruct“ ist ein starkes Ausrufezeichen des modernen Hardcore. Sprich: hier gibt es stark metallisch gefärbten Core, der sich aber auch – ganz modernen Hörgewohnheiten angepasst – durch zahlreiche Nu-Metal-Einflüsse auf der einen und Thrash-Metal-Momente auf der anderen Seite auszeichnet. Herausgekommen ist dabei ein nicht mal 20 Minuten währendes bockstarkes Debüt, das bereits sehr konsequent eine Bandidentität präsentiert, das sich durch sehr rhythmisch und tanzbar angelegte Songs offenbart und insgesamt einfach Spaß macht. Sound und Produktion sind druckvoll, aber nicht überladen, die harschen Vocals von Sängerin Rachel fügen sich ganz hervorragend in das Gesamtkonzept ein und von SEPULTURA bis zu den DEFTONES hört man hier eine relativ große Bandbreite an Einflüssen raus. Dass die derzeitigen Hype-Newcomer SPEED den letzten Track mit einem Feature veredeln, zeigt, dass FALSE REALITY bereits einen starken Rückhalt in der Szene haben und bereit sind, diesen in der nächsten Zeit noch zu vergrößern. Mit „Path Of Self Destruct“ sollte das mühelos gelingen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Roman Eisner
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