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PHILEAS FOGG

Allesmussseinendefinden

Einer dieser unbezahlbaren Momente, den manche nie kennen lernen werden, nennt sich „Plattenauflegeerlebnis“. Dieser kurze Zeitraum, wenn die Nadel sich senkt, die ersten Töne erklingen und du sofort weißt, dass alles gut ist, zumindest für die Dauer dieser einen Platte. Einen dieser sehr raren und kostbaren Momente hatte ich mit der zweiten LP von PHILEAS FOGG, die nach nur sechs Jahren endlich neues Material vorlegen. Der Sound erinnert mich nach wie vor an die geschätzte Präzision und den klaren, flächigen und tiefen Klang von RHEINGOLD, hier im exzellenten Post-Punk-Gewand. Drumcomputer, zwei Gitarren, Synthesizer, Bass, ein Mikrofon, das sind die Zutaten, für eine der besten Platten, die dieses Jahr erscheinen werden. Erwachsenenmusik, die in einer besseren Welt nicht nur einem kleinen Kreis von Menschen vorbehalten wäre, weil sie losgelöst von allen möglichen Strömungen einfach ist und wirkt. Wer Musik mit jedem Durchgang neu entdecken und sich in eine neue Schicht vorarbeiten kann, um das letzte Flüstern zu entschlüsseln, hat hieran seine helle Freude. Wem sich bei „Hafen“ nicht die komplette Körperbehaarung aufstellt, einem Stück, das in mehreren Schichten wirkt und vor allem durch diesen wunderbaren Bass getragen wird, sollte mich künftig bitte nicht mehr nach Plattentipps fragen. Groß!

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