
PLAIINS liefern mit ihrem Debütalbum „Happy Faces“ endlich das, worauf man nach unzähligen Singles gehofft hat: eine rotzige Mischung aus Indie-Punk und Alternative Rock, die sich irgendwo zwischen THE HIVES und THE STROKES einnistet, aber mit mehr Punk-Anleihen. Zwar eine ordentliche Portion Punk, aber mit Specials. Die Gitarre knallt mal hart und kompromisslos, mal groovet sie eingängig wie in „Do one“. Da klingt es eher nach Rock als nach stumpfem Punk. Gesanglich erinnert das Ganze gelegentlich an Yungblud, dieser leicht provokante Ton, der zwischen Ironie und echter Wut pendelt. Wenn dann plötzlich „Executive me“ um die Ecke biegt, wird es kurzzeitig ruhiger, aber nicht lange. „Four AM“ wiederum beginnt roh, fast wie ein Mitschnitt aus dem Proberaum, nur um am Ende ein Gitarrensolo abzufackeln, das sich gewaschen hat. „Happy Faces“ ist wild, clever und voller Ecken und Kanten. PLAIINS mischen Bekanntes mit Neuem und liefern ein Album, das ordentlich reinhaut.
© by - Ausgabe # und 10. Mai 2023
© by Fuze - Ausgabe #114 Oktober/November 2025 und Dennis Müller
© by Fuze - Ausgabe #114 Oktober/November 2025 und Mia Lada-Klein
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Wolfram Hanke