
Der Titel gibt die klare Richtung schon vor: Mit ihrem zweiten Album „Press Start“ leben die SAMURAI PIZZA CATS ihre nerdige Seite voll aus. Wer knallharten Metalcore erwartet, wird möglicherweise nicht so richtig fündig. Stattdessen sprudeln die Songs vor Lebhaftigkeit und Humor, einerseits mit Klängen, die stark an die 1980er und 1990er Jahre erinnern, wie zum Beispiel bei „Error 808“ oder „City of gold“, und andererseits durch die absolut schrägen Songs. Jeder Track hat nicht nur einen einzigartigen Charakter, sondern handelt von einem eigenen Character: ein talentfreier Superheld in „Super zero“, Pinguine in „Penguin supreme“ oder Aliens, die irdische Ananas-Pizza für sich entdecken in „Fear no slice“. Sie verleihen dem Album eine skurrile Seite, die beim Hören unfassbar viel Abwechslung mit sich bringt. Mit der J-Pop-Gruppe BABYBEARD in „Ramen-Man“ und ANKOR-Sängerin Jessie Williams in „T-Rex(plosion)“ sind außerdem zwei starke Features enthalten. Intro und Outro mit Gaming-Bezug und entsprechendem klanglichen Stil unterstützten das Gefühl, dass man es hier mit einem knallbunten Videospiel voller absolut verschrobener Figuren zu tun hat. „Press Start“ wäre der ideale Soundtrack für eine Oldschool-LAN-Party mit (Ananas-)Pizza und Energy Drinks.
© by Fuze - Ausgabe #102 Oktober/November 2023 und Dennis Müller
© by Fuze - Ausgabe #117 April/Mai 2026 und Olivia Zöllner
© by Fuze - Ausgabe #117 April/Mai 2026 und Olivia Zöllner
© by Fuze - Ausgabe #102 Oktober/November 2023 und Jenny Josefine Schulz