
Die Psychobilly-Band aus Litauen fand 2022 zusammen. Die Texte bilden etwas für das Genre Ungewöhnliche ab, es ist ein sogenanntes Konzeptalbum, das in einer Kleinstadt spielt. Bretterharter Psycho mit Herrengesang, der tonal in etwa zwischen SPINBALLS, P.O.X (vor allem bei „Shy no more“, aber nur zu Beginn), THE KNUCKLES und DEEPSIX pendelt, also zudem geografisch nicht gerade meilenweit entfernt. Das beigelegte Plektrum mit dem Flat tragenden Hahn bekommen die Fans hoffentlich auch gratis dazu, das finde ich wirklich richtig reizend, das kleine Teil. In Summe ist Psychobilly musikalisch momentan wie eine Art monolithischer Block, es ähnelt einander alles inzwischen zu sehr. Das jedoch kann einer recht neuen Band aber nicht alleinig zur Last gelegt werden. Es ist an ihnen, sukzessive auch ältere (Stil-)Elemente aus der Szene neu zu beleben. Immerhin, auf der Psychobilly-Weltkarte wurde durch THUNDERCOCKS ein weißer Fleck getilgt.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Markus Franz