
PUPIL SLICER liefern schon den dritten Knaller nacheinander ab. Erneut beackern sie das Spannungsfeld zwischen Mathcore, Sludge und Industrial und sind vielen Genrekollegen vor allem deshalb eine Nasenspitze voraus, weil sie – trotz der immensen technischen Skills, die sie so draufhaben – spitzenmäßiges Riffing und melodische Schnörkel, also das Songwriting in den Vordergrund stellen. Nur bitte nicht falsch verstehen: „Fleshwork“ ist ein extrem intensives und verstörendes Album, das weit von konventioneller Eingängigkeit entfernt ist. Es funktioniert aber eben nicht nur durch den Genreanspruch technischer/krasser/abgefuckter, sondern hat prägnante Riffs und Widerhaken sowie abwechslungsreiche Songs zu bieten. Generell ist sehr angenehm, wie viel Groove PUPIL SLICER bei allem wüsten Geboller zulassen, ohne dabei ansatzweise an Intensität zu verlieren. Der Sound ist übrigens ein Gedicht: druckvoll, aber mit ausreichend Raum für all die Details, die es zu entdecken gibt. Auch wenn PUPIL SLICER nur ein Trio sind, gibt es gerade hinsichtlich der Gitarrenspuren viel zu entdecken. Das macht in all seiner Abgefucktheit schon regelrecht Spaß. Große Empfehlung für alle aufgeschlossenen Freunde düsterer Extrem-Musik im Spannungsfeld zwischen Hardcore und Metal.
© by Fuze - Ausgabe #115 Dezember 2025 /Januar 2026 2025 und Rodney Fuchs
© by Fuze - Ausgabe #115 Dezember 2025 /Januar 2026 2025 und Rodney Fuchs
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Andreas Kleen