
26 Jahre – neun Alben. Zwei Jahrzehnte sind allein seit „Nobody Move, Noboy Get Hurt“ vergangen. WE ARE SCIENTISTS sind mittlerweile „etabliert“, wie man so schön sagt. Nach dem flotten Indie der 2000er klingen die New Yorker altersgemäß auch nur noch bedingt. Der folkige Opener „A prelude to what?“ hätte auch den frühen FLEET FOXES gut zu Gesicht gestanden. Und wenn man in der Folge zu einer gewissen Fluffigkeit (das handclappige „Dead letters“) und zumindest in zweiter Reihe zu verzerrten Gitarren („I already hate this“) zurückfindet, bleibt „Qualifying Miles“ eher durchschnittlich im WE ARE SCIENTISTS-Kontext. Der Indierock tritt gegenüber 1980s Synthies zurück, was im Falle des killermäßigen „Please don’t say it“ auch noch gut funktioniert, auf gesamter Albumlänge jedoch irgendwie ein wenig zu brav ist. Das können WE ARE SCIENTISTS besser.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #112 Februar/März 2014 und Michael Schramm
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #137 April/Mai 2018 und Michael Schramm
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Michael Schramm
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #112 Februar/März 2014 und Michael Schramm
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #64 Februar/März 2006 und Manuel Möglich