
RADIOACTIVITY kommen aus Austin, TX, USA und wer es gerne namedroppig hat: Jeff Burke von einst THE REDS und THE MARKED MEN (und noch ein paar anderen) ist mit denen schon seit über einem Jahrzehnt aktiv, rief die Band nach seiner Zeit in Japan ins Leben, wo er bei THE NOVICE spielte. 2013 und 2015 kam je ein Album über Dirtnap, Kleinformate kamen etwa auf Alien Snatch und eben auch Wild Honey aus Italien, wo nun wiederum das neue Album erschienen ist. Und das ist in jeglicher Hinsicht die Platte, die man auflegt, wenn jemand wissen will, wie Power Pop-Punkrock alter Schule klingt: genau so! Unglaublich geschmeidig, bei „I thought“ schon richtiggehend schmusig mit dezenter Orgel – eine Wohlfühlorgie ohnegleichen. Ich würde sogar so weit gehen: RADIOACTIVITY ist mit dieser Platte das Wundermittel gegen jede Art von schlechter Laune gelungen. „Time Won’t Bring Me Down“ zieht unweigerlich die Mundwinkel nach oben, bei den schnelleren Songs wie „One day“ lassen – minus deren Hektik – sogar die famosen DICKIES grüßen, und dass die RAMONES, die ja auch sehr gefühlvoll sein konnten, hier um die Ecke schielen, behaupte ich einfach. Das taten sie bei den GROOVIE GHOULIES ja auch, an die mich wiederum „Sleep“ erinnert. Hat Biss und Schmelz zugleich – eine Wonne!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #111 Dezember 2013/Januar 2014 und Matti Bildt
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #148 Februar/März 2020 und Gereon Helmer
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #154 Februar/März 2021 und Kalle Stille
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Joachim Hiller