
Die fünfte Scheibe des vom Schicksal durchaus geplagten Berliner Psychobilly-Trios hat es wieder in sich. Zwar ist der Sound etwas dünn produziert, doch da gehört der Regler einfach weiter nach rechts, und fertig. Von der Originalbesetzung ist nur noch Sänger und Kontrabassist Kubi dabei. Neu sind Shorty Gunpowder, den wir von DAMAGE DONE BY WORMS kennen, der den viel zu verstorbenen Bruno an den Drums ersetzt, und Stein, ex-MAD SIN, an der Gitarre, aber den kennt sowieso jeder Billy. Los geht’s mit „The Beagle Boys are back“, der auch live künftig der Opener sein dürfte. Zu diesem Song gibt es, wie auch zu „Night terror“, ein wie immer heiter produziertes Video im Netz. „The sun“ ist dann ein feines Midtempo-Stück, ehe es mit „Mary went upon the mountain“ richtig im typischen Psycho-Style rockt. „Dark carriage“ mit Steelguitar setzt den musikalischen Einfallsreichtum fort. Alles endet mit der mit Banjo unterlegten Western-Ballade „Torn hearts & twisted souls“, in der Kubi im Duett mit der zu Recht immer bekannter werdenden Sängerin Caitlin Cracker zu hören ist. Es ist natürlich ein selbstgeschriebenes Stück – überhaupt gibt es hier keine Coversongs! –, dennoch fühlt man sich unweigerlich an Johnny Cash und seine June erinnert. Klasse!
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