
„Decadence“ besteht aus einem einzigen eindrücklichen Post-Metal-Stück, das auf die brachialen Auswirkungen des immer gleichen Riffs vertrauen darf, weil es sich von Mal zu Mal mehr einbrennt und dadurch die Intensität steigern kann. REKA erheben die Gleichförmigkeit zum Stilprinzip, zumindest in den massiven Phasen der Entladung. Textlich betrachten die Russen das Unabänderliche: „No matter how many tears we shed / No matter how loud the cries / Nothing changes / Until complete destruction“. Die leisen Momente verhelfen hingegen zu einem Ausweg aus Gebrochenheit und Frustration. Zwei japanische Sängerinnen lindern die beschädigten Stimmbänder und physischen Qualen und konterkarieren den exzessiven Ausbruch aus Sludge und Post-Metal mit fein gesponnenen Harmonien. Nur ganz kurz, aber spürbar steht der Todeswunsch hintan – bis sich die nächste Walze aus Wut und Zerstörung Bahn bricht.
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