
Ein Album nach sich selbst zu benennen, ist stets ein Statement. Vor allem wenn dies nach über 15 Jahren der Existenz geschieht. Die Amerikaner RIVERS OF NIHIL sind nach vier Studioalben nun diesen Schritt gegangen. Nach dem Ausstieg von Sänger Jake Dieffenbach sind sie auf ein Quartett geschrumpft, seither dominiert der Growlgesang von Bassist Adam Biggs. Zusätzlich verfügen sie mit Gitarrist Andy Thomas (BLACK CROWN INITIATE) nun über eine Allzweckwaffe. Mit seinem Spiel und seinem Klargesang erweitert er das Repertoire der Band enorm. Wer erwartet hat, dass sich mit der Umbesetzung der Band auch die Stilistik geändert hätte, darf beruhigt sein. Vielmehr ist auf „Rivers Of Nihil“ eine neue Fokussierung zu spüren. Songs wie „Dustmen“ oder „House of light“ kommen schnell zum Punkt, andere wie „Despair church“ oder „The logical end“ schlagen strukturell während ihrer Spielzeit noch mal neue Wege ein. In dem abschließenden Titeltrack bringen sie das alles brutal und gleichzeitig episch noch einmal auf den Punkt. Immer mit dabei das Saxophon, dieses Mal gespielt von Patrick Corona. War das Instrument, mit dem die Band das erste Mal auf „Where Owls Know My Name“ (2018) um die Ecke kam, bislang oft nur Beiwerk, ist es bei dieser Komposition integraler und essentieller Bestandteil. RIVERS OF NIHIL standen schon seit einigen Jahren für mehr als nur Progressive Death Metal, mit ihrem selbstbetitelten Album forcieren sie diese Entwicklung noch einmal. So bildet legt dieses Werk vielleicht den perfekten Grundstein für das, was in der hoffentlich noch langen Karriere der Band noch kommen mag.
© by Fuze - Ausgabe #90 Oktober/November 2021 und Arne Kupetz
© by Fuze - Ausgabe #112 Juni/Juli 2025 und Manuel Stein
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© by Ox-Fanzine - Ausgabe #111 Dezember 2013/Januar 2014 und Andreas Kuhlmann
© by Fuze - Ausgabe #90 Oktober/November 2021 und Arne Kupetz