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ROAD KILL BLUES / HAUS BLUES

NN Von Cruz

Wer immer schon einmal wissen wollte, wie die Realität einer DIY-Band im 21. Jahrhundert aussieht, die eine Rock’n’Roll-Nische bedient, dem sei das ganz im Stil von Henry Rollins’ „Get in the Van“ geschriebene Buch „Road Kill Blues“ von THE HIP PRIESTS-Sänger Nathan Von Cruz ans Herz gelegt, der in Tagebuchform seine Erlebnisse mit der Band im Jahr 2023 festgehalten hat. Neben allerlei lustigen Anekdoten wie dem Phantomfurzer, den wir alle bereits auf Konzerten erleben mussten, erfährt man einiges über Bandroutinen, Enthusiasmus, Enttäuschungen, Freundschaften, gutes und schlechtes Essen und den Wahnsinn einer Tour, aber auch Nachdenkliches, als ihm in Spanien eine aus der Ukraine geflüchtete Frau vorgestellt wird. Wendet man das Buch, so kommt man zu „Haus Blues“, wo er das Leben vor einer Tour mit all seinen Facetten (Kind, Frau, Hund, Job, Freunde, Lieblingsfilme) genauso lebhaft beschreibt wie die Rückkehr in den Alltag danach mit allen Problemen und auch seine musikalische Sozialisation wird beleuchtet. Unbedingt empfehlenswert.

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