HOLLOWPOINTS

Rocket To Rainier

Fünf Jahre haben die HOLLOWPOINTS gebrauch, um ihr zweites Album zu machen. Dabei sind am Ende 13 eingängige Punkrock-Songs herausgekommen, die live in jedem Schuppen funktionieren. Auch wenn sich insgesamt am Sound der Band aus Seattle wenig geändert hat, so muss man doch konstatieren, dass „Rocket To Rainier“ deutlich besser produziert ist als sein Vorgänger „Old Haunts On The Horizon“ (2010).

Dies liegt vielleicht daran, dass mit Jamie McMann ein echtes Schwergewicht unter den Produzenten hinter den Reglern gesessen hat. Dieser hat unter anderen bereits mit NOFX und GOOD RIDDANCE zusammengearbeitet.

Doch die Band aus Seattle läuft nicht Gefahr, in das musikalische Fahrwasser aus dem Hause Fat Wreck zu geraten. Sie bewegen sich immer noch gekonnt zwischen SWINGIN’ UTTERS und ganz eindeutig ONE MAN ARMY.

Tolle Kombination, der es aber an Wiedererkennungswert fehlt. Denn die 13 Songs hören sich allesamt gleich an, so dass man das Gefühl hat, man höre nur einen einzigen langen Song. Man hätte sich nach 14 Jahren Bestehen einfach mehr gewünscht als ein durchschnittliches Punkrock-Album, das ohne Überraschungen auskommt und so vor sich hin plätschert.