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JOSEFINA

Russell L. Molina, Ace C. Enriquez

Irgendwie witzig, bis vor ein paar Monaten wusste ich noch nichts von einer philippinischen Comicszene und nun habe ich schon den dritten Band von dort vor mir liegen. Die Story ist im Zweiten Weltkrieg angesiedelt, als die Japaner die Philippinen besetzen und alles meucheln, was sich naiverweise ergibt oder in den Weg stellt. In dieses Wiegenlied vom Totschlag der Männer hinter der Sonne tritt ein Monster, das unter den Besatzern ein Gemetzel anrichtet, das sie verdient haben und für Angst und Schrecken sorgt. Die verbliebene menschliche Seite des Monsters aber rettet ein Baby und zieht es während seiner Rachefeldzüge groß. Der Stil ist vordergründig wild und grob, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung aber an den richtigen Stellen auch als extrem fein und so reduziert, dass nie etwas fehlt. Die Schwarzweiß-Zeichnungen werden immer wieder von verblassten farbigen Propagandaflugblättern der Japaner durchbrochen, die die Filipinos in ihr Verderben locken sollen. „Josefina“ ist eine packende Story um Kriegsgräuel und eine mögliche Menschlichkeit inmitten dieses Grauens.

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