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HYSTERESE

s/t

HYSTERESE aus Tübingen gründeten sich 2009 und das verwundert fast: so viele Bands, die man eigentlich schätzt(e), machten zwei, drei Platten und schlichen sich dann grußlos davon. HYSTERESE hingegen sind eine Band, die so fast schon einem Trend entspricht: longevity. Langlebigbkeit. Die könnte was mit der Paarbeziehung von Helen (voc, gt) und Moritz (gt, voc) zu tun haben, die als kreative Köpfe das Projekt HYSTERESE steuern, das nun mit „Hysterese (V)“ das fünfte Album veröffentlicht hat (das diesen Titel aber nur in der digitalen Variante trägt) und auch damit wieder gekonnt die Grätsche macht zwischen Post Punk und dunklem Rock. Sagte da jemand (ich?) Goth? Helen kommentiert das so: „Wir werden ja immer in die unterschiedlichsten musikalischen Schubladen einsortiert: Punk, Post-Punk, Düsterrock, Rock, Metal ... Ich freue mich allerdings, dass HYSTERESE nicht eindeutig einem Genre zugeordnet werden.“ Tatsächlich ist da so eine gewisse Offenheit vorhanden, die ganz unverkrampft Anschlussfähigkeit in diverse Richtungen ermöglicht: Die Düsterpunks feiern den Sound, die Batcave-Bewohner ebenso, und eben auch jene Menschen, die eher auf epischen Rock und Metal stehen. Am Ende der A-Seite offenbaren HYSTERESE ihren „Crush“ für die US-Metaller MANILLA ROAD mittels eines Covers von deren „Necropolis“ ... was über Bande thematisch zu den Lovecraft-Hügeln der Schwäbischen Alb führt. Apropos Cover: das düstere Stilleben, das Johannes Schlenker für HYSTERESE geschaffen hat, ist deutlich schöner als das Artwork von „Crystal Logic“ von MANILLA ROAD aus dem Jahr 1983 ...

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