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GRAND FROID

Sacred

Es ist kein Geheimnis, dass ich Bands mag, die aus der Reihe tanzen. Enter GRAND FROID aus Frankreich, die mit „Sacred“ sieben Songs abliefern, die bereits 2020 aufgenommen wurden, aber erst jetzt durch mehrere kleine Labels, enter Dingleberry, auf Vinyl gebannt wurden. Man mag kaum glauben, dass GRAND FROID ein Trio sind, so dicht klingt die Musik, die – und jetzt kommt der Schlenker zum Beginn des Textes – so etwas wie Crust mit eher geringem D-Beat-Anteil darstellt. Geht das? Ja! Und genau das macht die Franzosen zu einer Band, die aufhorchen lässt. Die Songs sind düster und tragend in Moll, aber spritzig gespielt und mit einem Gesang, der mit viel Hall völlig in der Musik aufgeht. Ein großer Teil der Songs ist gefühlt eher Emo als brachialer Crust, aber vielleicht sollte man eher crustig im Sinne von Kruste sagen? WTF do I know, aber das Ergebnis ist äußerst gelungen. Die Erlöse der digitalen Version dieser LP gehen übrigens an eine Organisation, die politische Gefangene auf Neukaledonien betreut.

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