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SCHMUTZKI

Rausch Against The Machine

New York City Hardcore heißt so, weil die Bands, die diese Musik spielen, aus dem Moloch am Hudson River kommen und sie von diesem Ort sozialisiert wurden. SCHMUTZKI wiederum kommen aus Konstanz am Bodensee, was sie zuletzt auf „Bodensee Calling“ thematisierten. Aber von dort sind sie lange schon weg (wenn auch nicht so ganz), Stuttgart ist ihre Homebase, und wer die Schwabenmetropole zumindest von gelegentlichen Besuchen kennt, weiß, dass das passende Gefühl Hassliebe ist. Bei SCHMUTZKI manifestiert sich das im Song „Schmutzgart“ – gab es den Begriff schon vorher oder haben sie das Copyright darauf? Hätte ich ja mal fragen können ... Stuttgart also ... eine Stadt, die bei genauerer Betrachtung in den letzten 20 Jahren mehr punkrelevante Bands hervorgebracht hat als etwas München oder Frankfurt. Schnelltest: Nenne drei Bands aus jeder dieser Städte: M? Nix. F? Nix. S: DIE NERVEN. WIZO. SCHMUTZKI. Und noch ein paar. Geht doch. Und apropos WIZO, Axel gastsingt hier bei „Nichtsdestotrotz“, einem Stück, das bestens dafür taugt, das erschreckend hohe AfD-Wählerpotenzial in der Alterskohorte U30 doch noch etwas zu verringern. Und apropos „Feature“: schon im Herbst 2024 hauten SCHMUTZKI „Eine dieser Nächte“ raus mit Panzer von ITCHY. Und was ist mit „Konsiquenzen“? Keine Legasthenie, sondern ... ach, Text hören/lesen. „Rausch Against The Machine“ ist ein erstaunlich leichtfüßiges Album mit peitschendem Beat und viel „Uoho-ho“ in den Refrains, das maximale Eingängigkeit mit klaren Ansagen verbindet.

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