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SEX SWING

Golden Triangle

Als „schräg“ bezeichnet man ja sehr schnell mal Musik mit eigenwilliger Tonalität, aber hier finde ich es angemessen, denn wenn es wirkt, als habe der Plattenspieler Gleichlaufschwankungen. Und wenn sich der Sänger anhört wie der kleine Bruder von Gibby Haynes von BUTTHOLE SURFERS und zudem mit einem Saxophon battlet, dann ... kann man das durchaus als schräg bezeichnen. SEX SWING kommen aus London, sie subsumieren sich auf ihrem Bandcamp-Profil selbst unter „Noise Rock“, bestehen aus Leuten (darunter Gitarrist Jodie Cox), die einst oder zuvor unter anderem bei EARTH, MUGSTAR, DETHSCALATOR, EXES, NARROWS, SNOW GHOSTS, THE KEEP und JAAW spiel(t)en und haben seit 2016 inklusive des neuen schon fünf Alben veröffentlicht. Enorm beunruhigende Musik von der gleichen Weirdness, die erwähnte BUTTHOLE SURFERS auszeichnete, ideale potenzielle Tourbuddies von UNSANE, und hätten sie in den 1990ern schon existiert, wären sie neben GOD BULLIES und COWS auch im AmRep-Universum bestens aufgehoben gewesen. Irgendwie schaffen sie es zudem, eine gewissen Groove und psychedelische Aspekte ins Spiel zu bringen, und wirken so düster und geheimnisvoll, wie man Bands einst wahrnahm, bevor die Übertransparenz des Internets alle Unklarheiten beseitigte. Planvolle Kaputtheit als Kunstform.

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